Secret of Mana: Ein Klassiker neu geboren

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Eine der großen Überaschungen auf der diesjährigen Gamescom war die Ankündigung von Square Enix, dass bereits am 15. Februar 2018 ein Remake von The Secret of Mana erscheinen wird. Das Spiel wird komplett in hochauflösendem 3D auf Playstation Vita, Playstation 4 und dem PC laufen. Der Grafikstil ist eine moderne Interpretation der originalen Super Nintendo Pixelgrafik aus dem Jahr 1993.

The Secret of Mana war der zweite Teil der Seiken Densetsu-Reihe, dessen Erstling 1991 im Westen unter dem Titel Mystic Quest auf dem Game Boy erschien. Der neunte und bisher aktuellste große Serienteil Heroes of Mana kam dann 2007 für den Nintendo DS. Abgesehen von zwei Mobiltelefon-Ablegern ist es recht still um die Serie geworden, dessen Gameplay sich auch mit jedem Teil änderte. Spätere Folgen hatten spielerisch mit einem Secret of Mana nicht mehr viel zu tun. Selbst ein Dawn of Mana, das 2006 im damals absolut noch zeitgemäßen Gewand auf der PS2 erschien, konnte die westlichen Fans nicht zurückgewinnen.

Technisch wirkt das Remake sicher nicht auf der Höhe der Zeit, allerdings gilt zu bedenken, dass es  hier um ein PS Vita Spiel geht und sich generell auch eher um einen netten Fanservice handelt, der insbesondere jüngere Zocker und deren Eltern ansprechen möchte. Von den Verkaufszahlen darf nicht erwartet werden, dass der Titel mit populären moderneren Reihen wie Kingdom Hearts auch nur annähernd mithalten kann, entsprechend niedrig musste das Budget ausfallen. Persönlich finde ich die gezeigten Screenshots allerdings durchaus passend, fangen sie meiner Meinung nach den Flair des Originals doch hervorragend ein. Wer natürlich mit Anime-Optik nichts anfangen kann und die damalige Pixelgrafik aufgrund ihrer technischen Limitierungen als nicht so schrecklich vom Stil her wahrnahm, der hat heute mit solchen Titeln eben leider ein Problem. Denn genau genommen besaß auch die SNES-Grafik diesen Anime-Stil bereits, nur entging das vielen Zockern damals wohl einfach oder es störte sie nicht, weil es zu der Zeit normal war.

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Eine geballte Ladung Final Fantasy XV

Für Square Enix umstrittenes JRPG-Epos Final Fantasy XV, das nach zehn Jahren Entwicklung und betriebsinternen Umstrukturierungen Ende 2016 endlich für Playstation 4 und XBox One erscheinen durfte, wurden dieser Tage gleich eine ganze Reihe an Neuigkeiten verkündet.

Größter Kritikpunkt an dem Spiel ist mit Sicherheit die zerfaserte und leider auch oftmals wenig Sinn machende Geschichte. Diese wird nicht nur im Spiel selbst erzählt sondern auch im fünfteiligen Anime Brotherhood, der sich kostenlos bei You Tube auf dem Kanal von Final Fantasy XV anschauen lässt, sowie noch im CGI-Spielfilm: Kingsglaive. Und selbst mit diesem Hintergrundwissen ausgestattet weist die Story viele Lücken und Ungereimtheiten auf. Größter Knackpunkt an ihr ist jedoch, dass Prinz Noctis mit seinen Freunden sich wenig um die feindliche Invasion in seiner Heimat oder gar um den Tod seines Vaters kümmert. Die Idee der Selbstfindungsreise und des Road Trips ist an sich nämlich gar nicht schlecht. Nur halt in der Situation in der sich die Helden befinden kompletter Schwachsinn. Etwas lustiger ist hingegen, dass Firmen wie Audi, Japan Airlines oder Nissin Foods scheinbar geheime Wege gefunden haben, in die fremde Welt Eos zu exportieren.

Aber, hier geht es um die Neuigkeiten zu Final Fantasy XV. Und das sind nicht wenige. Zunächst verkündete Square Enix, dass die Windows Version Anfang 2018 erscheinen soll. Dabei protzt diese mit möglichen, ultrahohen Auflösungen wie 4k und 8k, alleine das Texturenpack für 8k soll mal eben stolze 170GB an Downloadgröße umfassen. Dazu kommen HDR 10 Unterstützung und eine enge Zusammenarbeit mit NVidia und dessen spezieller Gameworks Grafikfeatures wie Hairworks, ShadowWorks, Turf Works (u.a. Berechnung von Gras) oder VXAO. Eigentlich ziemlich interessant, da die ursprünglichen Konsolenfassungen ja auf AMD Grafikchips aufsetzen. Inwiefern für die jetzt auf PC Nachteile zu erwarten sind, wird sich zeigen müssen.

Final Fantasy XV: Windows Edition soll alle bisher erschienenen DLCs enthalten.

Ebenfalls angekündigt wurde Monster of the Deep: Final Fantasy XV. Hierbei handelt es sich *trara*, um eine Virtual Reality-Angelsimulation. Eingeplant sind ein vollwertiger Storymodus und spannende Bosskämpfe. Erscheinen wird das Spiel am 21. November für Playstation VR.

Auch die Mobilplattformen werden nicht leer ausgehen. Mit der Final Fantasy XV: Pocket Edition erscheint gegen Ende des Jahres ein Ableger für Android, iOS und Windows. Das Spiel erscheint in zehn Episoden, wobei die erste kostenlos sein wird. Der Titel wartet mit einem besonderen Comiclook und niedlichen Chibi-Kopffüssler-Charakteren auf und will die Handlung des Hauptspiels nacherzählen. Produzent Hajima Tabata teaserte aktuell auf der Gamescom übrigens eine mögliche spätere Umsetzung auch für Nintendos Switch an.

Biomutanten auf dem Vormarsch

Post-Apokalyptische Open World Kung Fu Fabel – so umschreibt sich die Neuankündigung Biomutant von THQ Nordic. Das Spiel soll im kommenden Jahr für PC, Playstation 4 und XBox One erscheinen. Entwickelt wird es vom neugegründeten schwedischen Studio Experiment 101 von Stefan Ljungqvist. Selbiger war vorab bei den Avalanche Studios (Just Cause) angestellt und mitverantwortlich für das Open World Actionspiel Mad Max. Das auf der berühmten Filmserie beruhende Spiel konnte 2015 durchaus einen gewissen Achtungserfolg erzielen, scheiterte jedoch am Langzeitspielspaß, da es sich schnell in ausufernden Sammelaufgaben verlor.

Biomutant sieht auf den ersten Blick ziemlich interessant aus, was vor allem am Setting liegt. Ob als Inspiration für die abgedrehten Charaktere unter anderem Rocket Raccon aus Guardians of the Galaxy diente lässt sich schwer sagen, es wirkt jedoch durchaus so. 

Sword Art Online – Fatal Bullet angekündigt

Bandai Namco geht aktuell ziemlich in die Offensive und kündigt ein Spiel nach dem anderen an, viele davon basierend auf berühmten Franchises. Sword Art Online ist eine sehr populäre Anime-Serie, in deren erster Staffel die Protagonisten in ein Virtual Reality MMORPG eingesperrt werden, ein entkommen ist nur möglich, wenn der finale Boss besiegt wurde. Jeder Versuch sich anders auszuloggen führt unweigerlich zum realen Tod des Spielers. Während Staffel 1 der Serie in zwei Geschichtsabschnitte aufgeteilt war, waren es in Staffel 2 gleich drei, eine davon beschäftigte sich mit dem Shooter-MMO Gun Gale Online, der spielerisch als auch optisch aufgrund seines anderen Settings einen starken Kontrast zur freundlichen Fantasy-Stimmung der anderen Spiele der Serie bot.

Von Sword Art Online gibt es bereits eine ganze Reihe Spiele, die ähnlich wie die .Hack (dot Hack ausgesprochen) Titel den offline zockenden Gamer in ein „simuliertes“ Online-Rollenspiel werfen. Fatal Bullet wird sich hier jedoch sowohl grafisch als auch spielerisch, so deutet es jedenfalls der Trailer an, stark unterscheiden und in eine actionlastige Richtung gehen, spielt die Handlung in dem im kommenden Jahr erscheinenden Titel doch in Gun Gale Online.

Hier ein erster Trailer:

Weitere Screenshots vom Spiel finden sich auf meinem neuen Medien-Blog: https://spiritoger.tumblr.com

Neuer Trailer zu Ni no Kuni 2

Bereits im November 2011 (Januar 2013 im Westen) erschien mit Ni no Kuni – Der Fluch der weißen Königin ein JRPG der besonderen Art. Level 5 (Yo-kai Watch, White Knight Chronicles) schufen in Zusammenarbeit mit Studio Ghibli (Prinzessin Mononoke, Chihiros Reise ins Zauberland), dem wohl berühmtesten Zeichentrickstudio Japans wenn nicht der gesamten Welt, ein grafisch opulentes Kunstwerk. Ni no Kuni sah aus wie ein spielbarer Zeichentrickfilm. Dabei gelang den Entwicklern das große Kunststück das im Jahr zuvor veröffentlichte Original für den Nintendo DS grafisch ordentlich aufzuwerten.

Nicht von ungefähr wurde deswegen ein Nachfolger von den Fans heiß ersehnt. Und dieser wird unter dem Titel Ni no Kuni II – Schicksal eines Königreichs auch am 19. Januar 2019 endlich erscheinen. Anders als der Vorgänger, der Playstation 3 exklusiv blieb, kommt Teil 2 sowohl für Playstation 4 als auch PC.

Rechtzeitig zur Gamescom Messe veröffentlichte Publisher Bandai Namco einen neuen Trailer:

Final Fantasy XIV protzt mit beeindruckenden Spielerzahlen

Das neben Genreprimus World of Warcraft letzte verbliebene MMORPG mit Abomodell, Final Fantasy XIV, bekam Ende Juni mit Stormblood sein zweites großes Addon spendiert. Publisher Square Enix verkündete nun mit stolz geschwellter Brust, dass der Titel inzwischen 10 Millionen Spieler zu verzeichnen hat. Diese Zahl ist durchaus sehr beeindruckend, spiegelt allerdings nicht die Realität wider. Denn in diesen 10 Millionen sind sämtliche je erstellte Accounts mit inbegriffen. Also nicht nur Käufer oder gar aktuelle Abonenten des Games sondern wirklich jeder, der einmal in der Beta mitgespielt hat oder die kostenlose Demo ausprobierte. Wieviele tatsächliche Spieler Final Fantasy XIV aufweist ist leider nicht bekannt. Allerdings scheint das Spiel dennoch recht erfolgreich zu laufen. Übrigens zu Recht, ich selbst spiele zwar keine Abospiele mehr und besitze auch nur das Hauptspiel aber empfinde es neben The Elder Scrolls Online als aktuell bestes MMORPG.

Hier einmal der offizielle und wirklich sehenswerte deutsche Trailer zur aktuellen Erweiterung Stormblood:

Und hier das epische Stormblood Main-Theme, Revolutions, selbstredend komponiert von keinem geringeren als Altmeister Nobuo Uematsu, gesungen von Susan Calloway: